Warum ich mich für Menschen einsetze – und wofür ich stehe
Meine Politik kommt nicht aus dem Lehrbuch. Sie kommt aus dem, was ich selbst erlebt habe. Deshalb möchte ich hier einmal erzählen, woher ich komme, was mich antreibt und wofür ich mich in Straubing und darüber hinaus einsetze.
Wo ich herkomme
Meine ersten Lebensjahre habe ich bei meiner alleinerziehenden Mutter verbracht, in Verhältnissen, die für ein Kind nicht gut waren. Ich habe Gewalt erlebt und kannte die Sorgen, die viele Familien im Alltag haben, sehr früh aus eigener Erfahrung. Mit sechs Jahren kam ich in eine Pflegefamilie. Sie hat mich mit aller Kraft unterstützt und mir Chancen gegeben, die längst nicht jedes Kind mit einer solchen Geschichte bekommt. Leicht war es trotzdem nicht.
Als Pflegekind begegnet man Vorurteilen, und auch Pflegefamilien kämpfen mit Geldsorgen und mit Behörden, die ihre Lage nicht verstehen. Ich habe mich damit nie abgefunden. Schon früh habe ich beschlossen, dafür zu kämpfen, dass Kinder mit einer ähnlichen Geschichte nicht das erleben müssen, was ich erlebt habe.
Zuerst habe ich mich im Ehrenamt engagiert. Irgendwann war mir aber klar: Wenn ich etwas grundsätzlich verändern will, muss ich auch dorthin, wo Entscheidungen getroffen werden. Seit über zwölf Jahren bin ich deshalb in der SPD aktiv.
Wofür ich mich einsetze
Familien stärken. Familien sind das Herzstück unserer Gesellschaft, aber sie haben sehr unterschiedliche Chancen. Ich will, dass jede Familie die Unterstützung bekommt, die sie braucht: genug Kitaplätze, und zwar gebührenfrei; gut ausgestattete Schulen; ein kostenloses Mittagessen für alle Kinder; und echte Anerkennung für alle, die Angehörige pflegen. Mein Ziel ist ein Land, in dem kein Kind in Armut aufwachsen muss.
Gute Arbeit in unserer Region. Niederbayern ist eine starke Region mit großem Potenzial. Damit das so bleibt, brauchen unsere Betriebe, das Handwerk und die Industrie gute Standortbedingungen. Gleichzeitig stehe ich an der Seite der Beschäftigten: für faire Löhne, mehr Tarifbindung und starke Gewerkschaften. Gute Arbeit vor Ort ist die Grundlage für alles andere, gerade im Strukturwandel.
Investieren, wo wir leben. Schulen, Schiene, Busverbindungen, schnelles Internet, Straßen und Brücken: Das ist keine Nebensache, sondern entscheidet darüber, ob man bei uns gut leben kann. Die Mehrheit der Menschen lebt nicht in Großstädten, trotzdem wird Politik oft für Metropolen gemacht. Ich finde, wir müssen Stadt und Land zusammendenken.
Bezahlbar wohnen. Wer in Straubing arbeitet, soll hier auch gut und bezahlbar wohnen können. Aus diesem Grund ist es mir ein Herzensanliegen vor allem bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen. Deshalb setze ich mich für ein Azubiwohnheim ein, kämpfe für mehr bezahlbaren Wohnraum und arbeite dafür, dass mehr Grundstücke für junge Familien im Erbbaurecht vergeben können. Damit sich auch junge Familien ihren Traum eines Eigenheims in unserer Heimatstadt verwirklichen können.
Politik, die erreichbar ist
Viele Menschen haben das Gefühl, dass Politik weit weg ist und niemand zuhört. Ich glaube, das liegt auch daran, dass viele Politikerinnen und Politiker schlicht nicht mehr erreichbar sind. Ich mache es anders: Ich besuche Betriebe und Einrichtungen, arbeite auch mal einen ganzen Tag mit und rede mit den Leuten, die dort jeden Tag anpacken. Ich bin ansprechbar am Kaffeestan Alter Kiosk, sonst überall in der Stadt aber auch in den Sozialen Netzwerken. Für mich gehört Politik dorthin, wo d’Leid san. Also: Meldet euch direkt bei mir!
Warum das gerade jetzt wichtig ist
Der Rechtsruck, das Auseinanderdriften unserer Gesellschaft und die Zunahme von Hass und Hetze machen mir große Sorgen. Ich glaube aber, dass wir genauer hinschauen müssen, woher das kommt: Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst vor dem sozialen Abstieg und vor der Zukunft. Populisten bieten darauf scheinbar einfache Antworten. Die lösen aber kein einziges Problem.
Was hilft, ist eine entschlossene soziale Politik, die diese Sorgen ernst nimmt und konkrete Lösungen liefert. Genau dafür stehe ich.
Was mich trägt
Ich bin gelernter Rettungssanitäter, und das Ehrenamt hat mich geprägt wie kaum etwas anderes. Heute bin ich Landesvorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuzes, das parteipolitisch neutral ist, und in vielen Vereinen in Straubing zuhause, vom Trachtenverein Immergrün über den Mieterschutzverein bis zum Boxclub. Dort treffe ich jeden Tag Menschen, die sich für andere einsetzen. Das gibt mir Kraft und erinnert mich daran, für wen ich Politik mache.
Lass uns reden
Du hast eine Frage, ein Anliegen oder eine Idee für Straubing? Schreib mir an mail@marvinkliem.de. Ich freue mich über jede Nachricht, auch über Widerspruch!
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